Der SV Sotzbach im Wandel der Zeit

Ein Rückblick auf die vergangenen 12 Jahre...

Am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 hat die 1. Mannschaft des SV 1960 Sotzbach den 2. Tabellenplatz gefestigt und damit verbunden den direkten Aufstieg und die Rückkehr in die Kreisliga A, die zweithöchste Spielklasse des Fussballkreises Gelnhausen. Eine Spielklasse, aus welcher der SVS zuletzt vor 12 Jahren abgestiegen ist.

Zeit, einmal zurückzublicken auf die vergangenen Jahre, eine wechselhafte Zeit voller Höhen und Tiefen und ein langer Weg, der hinter diesem Verein liegt.

 

Kater nach der Meisterschaft

Nach der überragenden Saison 2003/2004, an deren Ende die Meisterschaft in der B-Liga Gelnhausen gefeiert werden konnte, folgte entsprechend der Aufstieg und die zweite und bis heute letzte Stippvisite in der Kreisliga A Gelnhausen. Es sollte ein einjähriges Intermezzo bleiben, denn es folgte der direkte Wiederabstieg. Begleitet wurde dieser vom Abschied des langjährigen Erfolgstrainers Andreas Gießl, der nach Saisonende von Rado Puric beerbt wurde. Begleitet von einigen Abgängen und Karriereenden langjähriger Spieler war der Verein gezwungen einen Neustart in der Kreisliga B zu beginnen.

Begleitet wurde diese Phase auch von strukturellen Umwälzungen im Fussballkreis Gelnhausen, da zur Saison 2004/2005 eine C- und D-Liga eingeführt wurden, zunächst einmal für die zweiten Mannschaften der B-, A- und Kreisoberliga (damals noch Bezirksliga), die von nun an also in Konkurrenz mitspielten, sodass ab diesem Zeitpunkt die B-Liga nicht mehr die unterste Spielklasse bildete und somit auch ein Abstieg aus dieser möglich war. Ein Umstand der im weiteren Verlauf der Geschichte des SVS noch eine Rolle spielen sollte.

Zunächst einmal gestaltete sich der Neustart in der Saison 2005/2006 schwieriger als erwartet und der SVS geriet im Laufe der Hinrunde in die Abstiegsregion der B-Liga. Man konnte sich jedoch fangen und stabilisieren, sodass die Saison im Mittelfeld der B-Liga auf Platz 10 abgeschlossen werden konnte. Die zweite Mannschaft musste aufgrund Spielermangels zum Ende der Hinrunde abgemeldet werden und es wurde zum Start der neuen Saison 2006/2007 ein Projekt mit dem Nachbarverein Vorwärts Udenhain gestartet und eine gemeinsame Mannschaft zum Start der neuen Spielzeit in der D-Liga gemeldet. Diese SG scheiterte jedoch sehr schnell, da auch diese Mannschaft aufgrund Spielermangels noch während der Saison abgemeldet werden musste.

Für die erste Mannschaft verlief die Spielzeit 2006/2007 ähnlich durchwachsen. Man steckte von Beginn an in der Abstiegsregion fest und konnte sich aus dieser auch nie befreien. Einige Spieltage vor Saisonende schien der Abstieg auf dem vorletzten Tabellenplatz unvermeidbar, ein kaum für möglich gehaltener Schlussspurt am Saisonende sorgte jedoch dafür, dass noch der 14. Tabellenplatz und damit die Relegation erreicht werden konnte, sodass die Hoffnungen auf einen Klassenverbleib intakt blieben. In zwei engen Relegationsspielen stand man einer sehr starken Reserveelf des Bezirksligisten VfR Meerholz gegenüber. Nach einem 0:0 im Hinspiel verlor man jedoch das Rückspiel vor einer großen Zuschauerkulisse auf eigenem Platz mit 0:2 und musste erstmalig den bitteren Gang in die C-Liga antreten.

 

In den Niederungen der Kreisliga C

Der direkte Wiederaufstieg war nun in der Saison 2007/2008 unter dem weiterhin tätigen Spielertrainer Rado Puric das ausgegebene Saisonziel. Dieses schien nach einer überragenden Vorrunde auch nur noch Formsache zu sein. Zeitweise hatte der SVS 8 Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz, brachte es jedoch fertig diesen noch zu verspielen und beendete die Saison mit einem Punkt Rückstand auf die Aufstiegsplätze auf dem 4. Tabellenplatz. Besonders bitter an dieser Saison war die Tatsache, dass der SVS wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls einen Punkt abgezogen bekam und der Wiederaufstieg trotz des Einbruchs in der Rückrunde rein sportlich ohne diesen Abzug realisiert worden wäre.

Der Verein konnte diesen Misserfolg nur schwer verdauen, denn es folgte eine durchwachsene Saison 2008/2009. Man konnte mit dem bezirksoberligaerfahrenen Thorsten Weitzel vom SV Birstein zwar einen neuen Trainer für den scheidenden Rado Puric verpflichten. Diese Personalentscheidung sollte schließlich die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des SVS stellen. Jedoch war man mit dem Ziel angetreten sofort wieder um den Aufstieg mitzuspielen, konnte allerdings zu keinem Zeitpunkt tatsächlich mit der Spitze mithalten und erreichte am Ende nur den 5. Tabellenplatz und damit die schlechteste Platzierung in der bis dato 49-jährigen Vereinsgeschichte. Die Differenz nach ganz oben zeigte sich deutlich in den 15 Punkten Rückstand, die man am Saisonende auf die Aufstiegsplätze aufzuweisen hatte. Der SVS war im Niemandsland der C-Liga angekommen, eine Rückkehr in die Kreisliga B schien aufgrund der erzielten Ergebnisse nur schwer vorstellbar. Hoffnung jedoch machte ein starker Jugendjahrgang und einige neu verpflichtete Spieler, die nach und nach von Thorsten Weitzel integriert wurden.

Positiv zu vermelden war in dieser Zeit der Wiederaufbau der zweiten Mannschaft, welche in der Saison 2007/2008 erstmals wieder eine Spielzeit eigenständig zu Ende spielen konnte und mit dem 12. (2007/2008), 10. (2008/2009) und 7. (2009/2010) Tabellenplatz in der D-Liga im Mittelfeld platziert war.

 

Neuanfang und Jahre des Aufstiegs

Es gelang durch unermüdliche Arbeit im Hintergrund, neue Spieler aus der Umgebung zu verpflichten, die teilweise gar keinen Fussball mehr gespielt hatten. Ergänzt mit den Talenten aus der eigenen Jugend und dem bestehenden Stamm formte Thorsten Weitzel daraus eine schlagkräftige Einheit, die in Ihrem Kern in dieser Konstellation fast den Durchmarsch in die A-Liga schaffen sollte.

Die Aufbruchstimmung in diesem Sommer/Herbst 2009 erfasste den gesamten Verein. Gut besuchte Trainingseinheiten, ausgiebige Spielersitzungen, gemeinsame Unternehmungen und ein Zuschauerwachstum sorgten für eine positive Atmosphäre in der Mannschaft und im gesamten Verein. Die erste Mannschaft spielte eine formidable Saison und konnte sich bis zuletzt in der Spitze der Kreisliga C hinter dem Meister Ayyildizspor Wächtersbach etablieren. Am vorletzten Spieltag der Saison 2009/2010 kam es dann zum direkten Duell der beiden verbliebenen Konkurrenten Sotzbach und Geislitz. Auf heimischem Platz konnte die Mannschaft des SVS mit einem 2:0-Sieg den vielumjubelten Aufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die B-Liga perfekt machen. Pünktlich zum 50-jährigen Vereinsjubiläum war damit der Betriebsunfall B-Liga-Abstieg korrigiert worden.

In der neuen Saison 2010/2011 spielte die Mannschaft weiter auf hohem Niveau, konnte sich gut in der B-Liga etablieren und hatte mit dem Abstiegskampf nichts zu tun. Im Gegenteil, ein 6. Platz in der Endabrechnung als Aufsteiger ließ aufhorchen und sorgte für leise keimende Hoffnungen, ob denn noch mehr drin sein könnte in der nächsten Saison.

Für das Highlight der Spielzeit 2010/2011 sorgte jedoch die zweite Mannschaft des SVS. Völlig überraschend erreichte man in der D-Liga den 2. Tabellenplatz und konnte in die Kreisliga C aufsteigen, eben jene Liga, aus der die erste Mannschaft ein Jahr zuvor wiederaufgestiegen war. Ein absolut einmaliger Erfolg bis zum heutigen Tag, den diese Mannschaft als eigenständige Reserve des SVS damit erreicht hatte. Der fast noch größere Erfolg folgte in der Saison darauf, 2011/2012, als die zweite Mannschaft in der mit Zweitvertretungen der A- und Kreisoberliga-Vereine gespickten C-Klasse sensationell die Klasse hielt, am Ende auf Platz 11 im Mittelfeld landete und damit ein weiteres Jahr C-Liga spielen durfte.

Grundlage für diese Erfolge war hauptsächlich der unermüdlich erweiterte Kader und die hohe Trainingsbeteiligung von teilweise über 25 Personen im Schnitt und in der Spitze über 35. So entwickelte sich im Laufe der Zeit mannschaftsübergreifend ein überragender Teamgeist einer gesunden Mischung aus älteren und jüngeren Spielern in beiden Mannschaften, die sich durch die hohe Trainingsbeteiligung auch fussballerisch immer weiterentwickelten.

 

Zur Krönung fehlt ein Wimpernschlag

Die Krönung dieser stetigen Weiterentwicklung sollte in der Saison 2011/2012 erfolgen, so hatte man es sich jedenfalls erhofft. Der SVS rechnete sich mit seiner ersten Mannschaft nach dem Aufschwung der letzten Jahre in der B-Liga Einiges aus. Tatsächlich wurde die Mannschaft den Erwartungen auch gerecht und nährte mit starken Leistungen die Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg in die Kreisliga A. Nach einem sehr starken Start in die Saison etablierte man sich früh in der Spitzengruppe der Liga und war vom 4. bis 32. Spieltag stets unter den ersten 3 platziert. Die hervorragende Ausgangslage geriet ab Mitte der Rückrunde etwas ins Wanken. Jedoch konnte auch nach zwei Niederlagen am 27. und 28. Spieltag gegen Geislitz und den direkten Konkurrenten Höchst II der Spitzenplatz gehalten werden, sodass die Mannschaft des SVS 4 Spieltage vor Schluss alle Trümpfe in der Hand hielt. Es folgte eine überraschende und unnötige Niederlage bei Kassel II am 31. Spieltag, durch die man den zweiten Tabellenplatz an Höchst II einbüßte, direkt danach jedoch ein starker Heimsieg in den Schlussminuten gegen den in dieser Saison alles überragenden Meister aus Wirtheim.

Am vorletzten Spieltag reiste man nach Niedermittlau, für die dort ansässige Alemannia II ging es um nichts mehr. Der SVS verlor das Spiel nach eigener Führung noch mit 1:2 und rutschte durch den gleichzeitigen hohen Sieg des SV Brachttal aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf den 4. Platz ab. Am letzten Spieltag kam es also zum Fernduell zwischen dem SV Sotzbach und dem SV Brachttal. Da der SV Brachttal sein Spiel mit 2:0 gewann, musste der SVS sein Spiel gegen Meerholz II mit mindestens 4 Toren Differenz gewinnen, um die Aufstiegsrelegation noch zu erreichen. In einem äußerst dramatischen Schlagabtausch führten die Sotzbacher nach einem Sturmlauf in der zweiten Spielhälfte zunächst mit 3:0, ehe das 4:0 fünf Minuten vor Spielende aufgrund einer fragwürdigen Abseitsposition nicht anerkannt wurde. Im Gegenzug erzielte Meerholz das 3:1 und die Sotzbacher Aufstiegsträume zerplatzen wie Seifenblasen. Zwei verschossene Elfmeter auf Seiten der Sotzbacher ließen das Ganze noch unnötiger erscheinen. Am Ende fehlten ein Punkt bzw. 2 Tore zum Aufstieg. Wie einige Jahre zuvor in der C-Liga hatte der SV Sotzbach auch in diesem Jahr einen Punkt wegen nicht Erreichen des Schiedsrichtersolls abgezogen bekommen. Ohne diesen Abzug wäre man sicher direkt aufgestiegen, so aber hatte man den Aufstieg auf die denkbar knappste Art und Weise verpasst.

 

Quo vadis SV Sotzbach?

Nach diesem Trauma spielte der SVS eine unauffällige Saison 2012/2013 und wurde am Saisonende Tabellen-8. Trainer Thorsten Weitzel bat aus persönlichen Gründen um seine Ablösung und wurde im Winter durch Peter Desch ersetzt. Er blieb dem SVS jedoch bis heute als aktiver Spieler und Spielausschussmitglied verbunden.

Die zweite Mannschaft stieg im zweiten Jahr in der C-Liga als Tabellen-15 wieder ab und aufgrund der sich anbahnenden Personalnot wurde zusammen mit dem SV Birstein das Projekt einer Spielgemeinschaft gestartet, zunächst einmal nur für die zweiten Mannschaften. Federführend war hier als Betreuer dieser SG Christian Schüler. Die SG erreichte in Ihrer ersten Saison 2013/2014 den 2. Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die C-Liga berechtigt hätte. Jedoch verzichtete man in weiser Voraussicht aufgrund fehlender Perspektive in der höheren Spielklasse und einer zu dünnen Spielerdecke auf einen Aufstieg. In der folgenden Saison 2014/2015 musste man dann nach einer wiederum erfolgreichen Hinrunde aufgrund des zunehmenden Spielermangels im Laufe der Rückrunde die SG vom Spielbetrieb abmelden.

Nach einer durchwachsenen Hinrunde zur Saison 2013/2014 trennte man sich vom Trainer Peter Desch und es übernahm interimsweise noch einmal Thorsten Weitzel bis Saisonende. Nach einer stabilen Rückrunde belegte die erste Mannschaft am Ende den 9. Tabellenplatz.

Zur Saison 2014/2015 hatte man schon frühzeitig mit dem damaligen Spieler Kevin Helfrich einen neuen Trainer gefunden.

Die Jahre 2013-2015 waren geprägt von einem gewissen Umbruch innerhalb des SV Sotzbach. Einige altgediente Spieler beendeten Ihre Karrieren, wiederum andere wechselten zu anderen Vereinen. Es gelang jedoch immer wieder durch Transfers oder Integrierung eigener Jugendspieler diese Ausfälle einigermaßen zu kompensieren. Nach und nach stellte man so wieder eine schlagkräftige und vor allem verjüngte Mannschaft auf die Beine, die eine durchaus gute Perspektive besaß.

Kevin Helfrich begann seine Trainertätigkeit inmitten dieses Umbruchs mit viel Engagement und Aufwand. Seine erste Saison war geprägt von einer latent anwesenden Abstiegsgefahr. Man bewegte sich beständig zwischen den Plätzen 7-13, ohne jedoch wirklich in die größte Abstiegsnot zu geraten und beendete die Saison auf einem soliden 10. Rang. Perspektivisch konnte man etwas optimistischer in die Zukunft schauen.

 

Aus Potenzial Punkte machen

Die Konsolidierung setzte sich in der darauf folgenden Saison 2015/2016 fort. Nach einem zunächst katastrophalen Saisonstart mit 3 Niederlagen, fing sich die Mannschaft jedoch schnell und etablierte sich im Mittelfeld. Zwischenzeitlich schielte der Eine oder Andere schon wieder Richtung Aufstiegsplätze. Es fehlte jedoch einfach an Konstanz. Man glänzte oft gegen Spitzenteams nur um dann gegen vermeintlich schwächere Gegner wieder unnötig Punkte liegen zu lassen. So beendete man diese Spielzeit schließlich auf dem 6. Platz, der besten Platzierung seit dem knapp verpassten Aufstieg 4 Jahre zuvor. Vor allem der starke Schlussspurt mit Siegen gegen die späteren Aufsteiger Großenhausen und Oberndorf II sowie das Spitzenteam Neuses II ließen jedoch erahnen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckte und dass der SVS mit seiner ersten Mannschaft wieder an der Schwelle stand ein Spitzenteam der Kreisliga B zu sein. Man musste nur konstanter werden und das Potenzial konstant in Punkte ummünzen.

Den weiteren Weg dieses Teams sollte jedoch ein anderer Trainer begleiten. Kevin Helfrich informierte den Verein schon frühzeitig zu Beginn der Rückrunde, dass er nach dieser Saison in Sotzbach aufhören werde, sodass mit Jens Schmidt vom Lokalrivalen aus Wüstwillenroth ein neuer Trainer für die Saison 2016/2017 verpflichtet wurde.

Die zweite Mannschaft trat in der Saison 2015/2016 im dritten Jahr in Folge in einer SG mit dem SV Birstein an und erreichte nach einer überragenden Saison den 1. Platz und damit die Meisterschaft in der Kreisliga D Gelnhausen. einer starken Vorrunde mit nur einer Niederlage folgte eine noch bessere Rückrunde, in der man komplett ungeschlagen blieb und sich somit letztlich souverän den Titel sicherte. Verbunden damit war der Aufstieg in die Kreisliga C, in der man in der Saison das Ziel Klassenerhalt ausgab. Dies konnte überraschend deutlich erreicht werden und man beendete diese Saison schlussendlich auf dem 10. Platz. Trotz eines sehr knappen Kaders und teilweise deftiger Pleiten gelang es doch auch immer wieder Achtungserfolge zu erzielen und sich im Mittelfeld dieser Liga zu halten. Verbunden mit der Meisterschaft im Vorjahr sicherlich ein sehr großer Erfolg für das Projekt SG und 2 einmalige Jahre für diese Mannschaft.

 

Am Ziel aller Träume

Unter dem neuen Trainer Jens Schmidt ging die erste Mannschaft des SVS mit der offiziellen Zielsetzung in die Saison, besser zu sein als letztes Jahr. Intern wurde schon in der Vorbereitung eindeutig der Aufstieg kommuniziert, jedoch wurde klar definiert nicht zu weit nach vorne zu schauen, sondern nur von Spiel zu Spiel zu denken.

Entsprechend engagiert und fokussiert startete das Team dann in die Saison und blieb in den ersten 10 Saisonspielen ungeschlagen, die erste Niederlage kassierte man nach einem spielfreien Tag erst am 12 Spieltag gegen den Mitkonkurrent Neuses II, gefolgt von einer 0:6-Klatsche beim späteren Meister Gelnhausen II. Die Mannschaft fing sich jedoch schnell wieder und beendete die Hinrunde auf Rang 2. Der Start in die Rückrunde verlief holprig mit einigen unnötigen Punktverlusten gegen Abstiegskandidaten und direkte Konkurrenten. Man hatte auf schwächere Leistungen jedoch stets wieder eine Antwort parat und punktete weiter konstant. Im direkten Duell konnte der Hauptkonkurrent Rothenbergen II auswärts mit 2:0 besiegt werden, sodass man sich vor den letzten 4 Spielen eine formidable Ausgangsposition erarbeitet hatte. 3 Unentschieden in den letzten 4 Spielen genügten am Ende trotz der Niederlage im letzten Saisonspiel in Höchst um Platz 2 zu sichern und damit den direkten Aufstieg in die Kreisliga A Gelnhausen zu realisieren.

Trainer Jens Schmidt schaffte es die Mannschaft defensiv zu stabilisieren. Die Offensive erzielte wie in den vergangenen Jahren viele Tore und man feierte einige Schützenfeste, der entscheidende Unterschied bestand jedoch darin, dass man nur noch die zweitwenigsten Gegentreffer der Liga kassierte, sodass durch das verbesserte Defensivverhalten der ganzen Mannschaft und die dadurch erreichte Stabilität viele enge Spiele knapp gewonnen werden konnten oder zumindest nicht verloren wurden. 42 Gegentore und 12 Spiele zu null waren es am Saisonende im Vergleich zu 79 Gegentoren und keinem Spiel zu null im Jahr davor. Man stand nur am 2. Spieltag auf Platz 5 und bewegte sich ansonsten immer unter den ersten 4 der Liga. Durch konstante Leistungen und viel Willen und Einsatz in allen Spielen verdiente sich die Mannschaft diesen fantastischen Erfolg und kassiert zudem die wenigsten Niederlagen aller Mannschaften der B-Liga Gelnhausen. Ein Erfolg, der 5 Jahre zuvor noch mit viel Pech denkbar knapp verpasst wurde. Ein langer Weg zurück in die Kreisliga A Gelnhausen, der 12 Jahre zuvor mit dem Abstieg aus ebendieser begonnen hatte.

 

Auf zu neuen Ufern

Der SV Sotzbach wird jedoch nicht mit einer eigenständigen ersten Mannschaft das Abenteuer A-Liga angehen. Zu Beginn der Rückrunde fragte der bisherige Zweitmannschafts-Partner SV Birstein an, ob man sich vorstellen könne zur nächsten Saison die Spielgemeinschaft auch auf die erste Mannschaft auszuweiten. Die Birsteiner drückten große Personalsorgen, sodass ein geregelter eigenständiger Spielbetrieb im nächsten Jahr eventuell nicht mehr hätte gewährleistet werden können. Der SVS besaß zwar eine erste Mannschaft mit durchaus guter Perspektive. Jedoch machte auch vor Sotzbach der demografische Wandel nicht halt, sodass man sich mit dem Thema sehr ernsthaft auseinander setzte. Während die erste Mannschaft in der Rückrunde weiterhin um Punkte für den Aufstieg kämpfte kam es deshalb zu schwierigen Diskussionen und Verhandlungen, die im Endeffekt in einer denkwürdigen Jahreshauptversammlung am 28. April 2017 gipfelten. Hier wurde schließlich mit einer klaren Mehrheit die komplette SG durch die Mitgliederversammlung als höchstem Gremium verabschiedet, sodass der SV Sotzbach in der Saison 2017/2018 zum ersten Mal seit Ende der 70er Jahre nicht mehr mit einer eigenständigen ersten Mannschaft antreten wird.

Damals hatte man eine sehr erfolgreiche SG mit dem Nachbarverein Vorwärts Udenhain gebildet, die viele der damals aktiven Spieler als eine wunderschöne Zeit beschreiben.

Von daher gilt es nun nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern mit voller Tatenkraft eine neue Ära zu begründen. Die positiven Erfahrungen von damals und auch die erfolgreiche SG mit der zweiten Mannschaft zeigen, dass man viel Positives bewegen kann wenn man gemeinsam anpackt.

Mit dem SV Birstein hat der SV Sotzbach einen starken Partner gefunden, die zusammen eine sehr erfolgreiche Zukunft schreiben können, wenn die Kräfte gebündelt werden und man mit dem nötigen Respekt voreinander beginnt, zusammen eine neue Erfolgsgeschichte zu schreiben. Trainer dieser SG wird der bisherige Sotzbacher Erfolgstrainer Jens Schmidt sein.

Getreu dem Motto "Gewonnen oder Verloren wird zwischen den Ohren" muss man sich auf das Neue natürlich einlassen und dem Ganzen eine faire Chance geben. Mit dem nötigen Engagement wird man sehen, was für die neu formierte SG in der nächsten Saison in der Kreisliga A Gelnhausen drin sein wird. Wer immer nur wehmütig zurück schaut wird die Chance nicht erkennen die vorne schon auf ihn wartet.

Von daher AUF ZU NEUEN UFERN und niemals vergessen:

ONETEAMONEDREAM

Forza SVS und Forza SG!

 

 

Untersotzbach, 29.05.2017 - Inhaltlich verfasst von Christian Ludwig, Kapitän der Aufstiegsmannschaft der Saison 2016/17